So wirkt Heilwasser
Je nach Menge der enthaltenen Mineralien haben die Heilwässer unterschiedliche Wirkung: Ist es nur schwach mineralisiert, fördert es die Ausscheidung zu hoher Stoffkonzentrationen und unterstützt die Reinigung von schädlichen Substanzen. Stark mineralisiertes Wasser ergänzt bei Mangelerscheinungen die fehlenden Substanzen. Eine Kur mit Heilwasser zeigt oft eine schnelle Wirkung, da die enthaltenen Mineralien und Spurenelemente rasch aufgenommen werden. Heilwasser muss übrigens immer direkt an der Quelle abgefüllt werden.
- Verdauung: Kohlensäure regt die Verdauung an und tötet Bakterien ab. Sulfat hilft ebenfalls bei Verdauungsproblemen. Es löst Verstopfungen und regt die Funktion von Gallenblase und Bauchspeicheldrüse an. Chlorid ist auch in der Magensäure enthalten und daher verdauungsfördernd.
- Harnwege: Natrium, Kalium und Chlorid sind für die Regulierung des Wasserhaushaltes verantwortlich. Natrium-Hydrogencarbonat wird bei Harnwegentzündungen und Harnsteinen eingesetzt. Weil vermehrt Harnsäure ausgeschieden wird, soll es vorbeugend gegen Gicht wirken. Bei einer bestimmten Art von Harnsteinen (Oxalatsteine) ist Heilwasser mit einem hohen Magnesiumanteil empfehlenswert. Magnesium bindet und neutralisiert die Oxalsäure.
- Magen: Natrium-Hydrogencarbonat wirkt lindernd bei chronisch gereiztem Magen. Die Säure im Magen-Darm-Trakt wird reduziert. Auch bei Sodbrennen und chronischer Magenschleimhautentzündung kommt die lindernde Wirkung zum Tragen.
- Bewegungsapparat: Magnesium ist ein bekanntes Mittel gegen Muskelkrämpfe. Calcium spielt bei der Reizübertragung von Nerven und Muskeln eine wichtige Rolle. Zur Vorbeugung von Osteoporose ist es unersetzlich.
- Kopfschmerz: Magnesium kann bei Migräne helfen.
Besprechen Sie eine geplante Trinkkur mit Ihrem Hausarzt. Er kann Ihnen geeignete Heilbäder empfehlen. Die spezifische Zusammensetzung eines Heilwassers ist abhängig von der Geologie einer bestimmten Region. Liegt der Ort in einer Gegend mit vulkanischem Gestein, nimmt das Wasser im Untergrund Kohlensäure auf. Liegt die Heilwasserquelle in mineralischem Gestein, so enthält sie Natrium, Calcium und Magnesium.
Weiterführende Literatur


