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Golfsport

Gesundheit fördern ohne Risiko

Der Golfsport wird häufig unterschätzt. Dabei kann eine Runde über 18 Löcher länger dauern als ein Marathonlauf, nämlich vier Stunden und mehr. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Golfspieler etwa 20 Prozent leistungsfähiger sind als Untrainierte.

Rund sieben bis zehn Kilometer legt ein Golfer auf dem Platz zurück und verbraucht rund 1.200 Kalorien. Zwei Stunden Tennis dagegen verbrennen nur 960 Kalorien und eine Stunde Jogging sogar nur 700 Kalorien. Golfen stellt also eine echte sportliche Herausforderung dar. Es wird zu den Sportarten mit moderater körperlicher Belastung gezählt. 18 Löcher weisen die meisten Golfplätze auf, die kleineren lediglich neun. Ein 18-Löcher-Platz ist zwischen 4500 bis 6500 Metern lang, je nach landschaftlicher Lage und den Vorstellungen der Platz-Designer.

Als Einsteiger müssen Sie zunächst die Platzreife bzw. Platzerlaubnis erlangen. Sie müssen die Golfetikette und die Grundlagen des Spiels beherrschen. Das kann in Kursen erlernt werden oder durch den Pro (Trainer). So lernen Sie als Erstes die Driving Range kennen, die Übungsanlage. Wann Sie dann auf den „richtigen“ Platz dürfen, hängt von den Clubregeln ab. Auch gilt die Platzerlaubnis meist nur für jeweils einen Club. Die DGV-Platzreife ist eine bundesweit akzeptierte Grundausbildung.

So bleiben Sie fit mit Golf

Golf ist ein Sport mit geringem Verletzungsrisiko. Aber schließlich werden beim Golfschwung 124 Muskeln – von insgesamt 434 – bewegt und koordiniert. Besonders die Muskulatur des Schultergürtels ist gefordert.  Aufwärmtraining und Muskelstärkung sind daher ein Muss. Muskeln, Sehnen, Bänder sollen elastisch gehalten werden. Dies wird leider auch von erfahrenen Golfern missachtet. 

  • Die Kraft für den Golfschwung kommt nicht allein aus Schultern und Armen. Wirbelsäule, Bandscheiben und Rücken-, Gesäß- und Beinmuskulatur werden gehörig strapaziert. Schwächen in diesen Muskelgruppen können zu schmerzhaften Beschwerden führen. Trainieren Sie deshalb alle Muskelgruppen.
  • Passen Sie Ihr Training immer Ihrer persönlichen Belastbarkeit an. Bei wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie mit einem Arzt abklären, ob eventuell Vorschäden am Bewegungsapparat bestehen.
  • Kein falscher Ehrgeiz: der Wunsch, immer weitere Bälle zu schlagen, belastet Rückenmuskulatur und Bandscheiben.
  • Beginnen Sie Ihr Training auf kürzeren Plätzen und steuern Sie die längeren erst an, wenn Sie bereits über einige Kondition verfügen.
  • In den wärmeren Sommermonaten sollten Sie den Golfplatz wegen der intensiven Sonnenbestrahlung um die Mittagszeit meiden. Denken Sie an Haut- und Sonnenschutz.

Weiterführende Literatur

McCord, G./Thiemann, U.: Beim Golf putten, chippen und pitchen für Dummies, 2009.

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