Schon die alten Römer mochten auf der nasskalten Insel Großbritannien ihr heimisches Dampfbad nicht missen. Die irischen Kelten schworen auf ihr Heißlufbad, das der Sauna recht ähnlich ist. Aus der Kombination beider Bäder entstand das Irisch-Römische Dampfbad, dessen Besuch nach einem festen Ablauf erfolgen sollte. Jeder Dampfbadbesuch besteht aus drei Durchgängen, unterbrochen von je einer halbstündigen Ruhepause. Für den Kreislauf schonend steigen die Temperaturen langsam an.
Der erste Durchgang beginnt im Tepidarium, einem Aufwärmraum mit einer Lufttemperatur von 30 bis 40 C°. Hier verbleiben Sie etwa zehn Minuten. Die Erwärmung des Körpers wird in der Regel durch eine schonende Bürstenmassage unterstützt, wodurch vor allem die Durchblutung der Haut angeregt wird. Danach dürfen Sie sich für weitere zehn Minuten in die nächste Kammer begeben, hinein in eine gesteigerte Temperatur von 40-55 C°, welche das Schwitzen weiter steigert. Hiernach steht eine Abkühlung mit kalten Güssen auf dem Programm. Anschließend sollten Sie ein halbstündige Ruhephase eingelegt. Danach können Sie das ganze noch einmal wiederholen.
Der Dritte Durchgang und zugleich Höhepunkt ist der Besuch im eigentlichen
Irischen Dampfbad: Im Vergleich zur bekannten Sauna ist dieser Raum mit einem weniger heißen, dafür aber mit Feuchtigkeit gesättigten Dampf erfüllt. Dadurch kommt das Einatmen einer Inhalation gleich. Das vordringliche Ziel dieser Einrichtung ist die Tiefenbefeuchtung der Haut durch Öffnung der Poren und die Animierung der Atemwege. Die Sitzbänke eines irischen Dampfbades sind oft in die Höhe gestaffelt. Je näher man der Dampfquelle kommt, desto feuchter und wärmer wirkt der Dampf. Natürlich ist auch nach dem Verlassen des irischen Dampfbades eine Abkühlung vorgeschrieben. Letztlich sollte man sich eine notwendige Ruhephase gönnen.
Auswirkungen
Im Vergleich zur traditionellen Sauna wird der Kreislauf weniger belastet. Nutznießer des Bades sind vor allem die Haut und die Atemwege. Wichtigster Nebeneffekt eines jeden irisch-römischen Dampfbades ist aber vor allem die körperliche und seelische Entspannung. Es stärkt die Gesundheit, entschlackt und fördert das vegetative Gleichgewicht.Weitere Literatur
Johannes Weiß: Sauna, Dampfbad & Co: Wohlbefinden für Körper und Seele (2007)

