Die Haut schützt den Körper vor der Umwelt. Fette und Feuchtigkeitsfaktoren in der Haut nehmen diese Aufgabe wahr. Kosmetikprodukte, die individuell auf den eigenen Hauttyp abgestimmt sind, unterstützen die Haut dabei, ihre Schutzfunktion zu erfüllen.
Augen
Gegen Augenringe, verquollene Lider und Knitterfältchen helfen Augencremes. Sie enthalten Inhaltsstoffe wie Ginseng, das die Mikrozirkulation fördert, das Coenzym Q 10 und Vitamin E gegen Fältchenbildung und weisen außerdem einen Lichtschutzfaktor auf. Duftstoffe fehlen, denn die empfindliche Haut rund ums Auge würde dadurch gereizt. Spezielle Augenprodukte werden nur mit Ring- oder Mittelfinger aufgetragen, um den Druck auf die zarte Haut zu verringern.
Gesicht
Eine abendliche gründliche Reinigung muss sein. Nur so kann die Haut anschließend Pflegeprodukte richtig aufnehmen. Ob es ein Reinigungsgel zum Aufschäumen und Abwaschen für die normale Haut sein soll oder eine Reinigungsmilch zum Auftragen und Abwischen für die empfindliche Haut – wichtig ist die regelmäßige Anwendung. Wasser allein reicht nicht, da es die fettlöslichen Substanzen auf der Haut nicht entfernen kann. Eine Tiefenreinigung erreichen Sie mit einem Peeling, das einmal wöchentlich aufgetragen wird. Feinste Kügelchen aus mineralischen oder pflanzlichen Stoffen rubbeln abgestorbene Hautschüppchen und kleine Unreinheiten weg. Der Teint wirkt danach klarer und frischer. Ein Gesichtswasser muss nicht unbedingt sein, aber es erfrischt und beseitigt letzte Spuren des Reinigungsmittels. Bei empfindlicher Haut eins ohne Alkohol verwenden.
Pflegecremes und -emulsionen werden auf die gereinigte Haut aufgetragen und müssen auf den Hauttyp abgestimmt sein. Sehr trockener, fettarmer Haut helfen Wasser-in-Öl-Emulsionen mit einem hohen Fett- und einem geringen Wasseranteil. Normale Haut kommt mit einer Feuchtigkeitscreme und fettige mit einer Feuchtigkeitsemulsion aus. Bei müder und fahler Haut sollte die Durchblutung angeregt werden. Entsprechende Cremes enthalten beispielsweise Fruchtsäuren und -alkohole. Cremes für die Tagespflege sollten einen Lichtschutzfaktor aufweisen, denn für die Hautalterung sind auch die UV-Strahlen verantwortlich.
Masken beruhigen und entspannen die Haut und versorgen Sie mit Extra-Nährstoffen. Besonders schnell ziehen Feuchtigkeitsmasken ein – in nur fünf Minuten. Wenig aufwändig sind auch Vliesmasken. Einfach 20 Minuten auflegen, das Vlies enthält straffende Wirkstoffe. Die Durchblutung fördern Ampullen mit Fruchtsäuren, die Sie anschließend auftragen können.
Körper
Seife greift den Säureschutzmantel der Haut an, sie wird trockener und damit anfälliger. Verwenden Sie lieber seifenfreie Syndets mit waschaktiven Substanzen und einem pH-Wert von 5,5. Solche Duschgels und Waschlotionen sind rückfettende Substanzen zugesetzt. Greifen Sie zusätzlich nach dem Duschen mehrmals wöchentlich zu einer auf Ihren Hauttyp abgestimmten Körperlotion. Feuchthaltemittel wie Urea, Glyzerin und Sorbit versorgen die Haut mit Feuchtigkeit.
Die Haut an den Händen wird durch Witterungs- und Umwelteinflüsse besonders schnell rau. Handcreme zieht schnell ein und fettet nicht, mit speziellen Zusätzen taugt sie auch zur Pflege der Fingernägel. Füße werden durch enges Schuhwerk oder Sport stark beansprucht. Spezielle Anti-Hornhaut-Cremes reduzieren unschöne Hautverdickungen und pflegen mit Stoffen wie Allantoin, Provitamin B5 und Urea.
Weiterführende Literatur
Bobbi Brown: Living Beauty - Gelebte Schönheit. Pendo Verlag GmbH 2007.


